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Die Protagonisten und Locations

MAX heißt eigentlich Mathilda Antonia Xenia von Hardenberg und stammt in direkter Linie von dem romantischen Dichter Novalis ab. Ihr Vater hat einen Kosmetikkonzern und ihre Eltern sind so reich, dass sie Gefahr laufen, sich auf ihrem eigenen Grundstück zu verirren. Zum Leidwesen ihrer Mutter hat MAX allerdings keine Lust auf die Rolle des reichen, hübschen Barbiepüppchens. Die teuren Koffer, die ihr ihre Mutter haufenweise schenkt (da Koffer ja so viel über die Persönlichkeit eines Menschen aussagen), verkauft sie bei ebay und spendet das Geld für gute Zwecke. Überhaupt ist MAX ständig auf der Suche nach Projekten, mit denen sie die Welt verbessern kann. Deshalb hat sie auch das AzÜpeeV ins Leben gerufen, das „Amt zur Überprüfung pädagogisch einwandfreien elterlichen Verhaltens“, durch das sie beispielsweise Müttern, die ihre Töchter statt Englischvokabeln Designernamen abfragen, Mahnschreiben schickt.

BerryBlue heißt eigentlich Berry Kranz und ist Konditorssohn. Seine Eltern sind Inhaber des „Café Kränzchen“, das so aussieht, wie sein Name es vermuten lässt ... Berry hilft dort immer wieder einmal aus, um sich sein Taschengeld aufzubessern – sehr zur Freude der „Stamm-Omis“ des Cafés! Allerdings würde er alles tun, um nicht reich zu werden, das würde viel zu viel Stress mit sich bringen ... und Stress ist etwas, das Berry überhaupt nicht leiden kann! Wenn‘s ihm zu stressig wird, muss er sofort zur Beruhigung ein Telefonbuch lesen. Das hilft!

Kuhlhardt und Lipinski sind die beiden Privatdetektive, die MAX engagiert, um Berry aus der Patsche zu helfen. Genau genommen ist es ein Privatdetektiv und ein Hund. Aber Lipinski, der Partner von Kuhlhardt, wurde nach seinem mysteriösen Ableben als Hund wiedergeboren und arbeitet nun als solcher weiter mit Kuhlhardt zusammen. Kuhlhardt ist schwer zu beschreiben ... in Berrys Augen ist er einfach unglaublich cool, für MAX ist er total durchgeknallt. Lipinski ist jedenfalls ein Bassett, der nasse Begrüßungen liebt, Autofahrten mit Kuhlhardt hasst und mit Liebeskummer außerordentlich schlecht zurechtkommt.

 

Das Haus der Familie Hardenberg befindet sich in einer Gegend, in der einen das Geld aus jedem Straßengully anguckt. Im riesigen Foyer hängt ein echter Picasso und der Garten ist so groß, dass MAX‘ Mutter glatt vergessen hat, dass in dessen hinterem Teil ein japanischer Pavillon steht. Das Anwesen ist natürlich mit einer Alarmanlage gesichert und von Bodyguards bewacht, was es für MAX extrem schwierig macht, das Haus zu verlassen, wenn sie Hausarrest hat. Selbstverständlich beschäftigen die Hardenbergs jede Menge Hausangestellte, darunter auch einen Gärtner. Der ist allerdings ein Tuareg, also Wüstennomade, und kennt sich mit Grünzeug nicht wirklich gut aus.

Das Café Kränzchen, das Berrys Eltern betreiben, liegt mitten in der Altstadt und ist ein beliebter Treffpunkt für alle „Gebissträger“. Die erklärte Spezialität des Cafés sind Walkürenbällchen. Ein paar Stamm-Omis treffen sich dort regelmäßig zum Zocken, wobei sie sich die eine Tasse Kaffee, die sie über mehrere Stunden trinken, immer wieder von Berry aufwärmen lassen. Da normalerweise das Aufregendste, was im Café passiert, ist, dass mal einer Oma ihr Gebiss in den Kuchen fällt, nehmen alle Gäste regen Anteil an Berrys Erlebnissen und versammeln sich – sehr zu seinem Leidwesen – zu diesem Anlass mit ihren Kaffeetassen sofort um die Theke, um auch ja alle seine Gespräche mit Kuhlhardt oder den japanischen Gangstern mitzubekommen.

„Kuhlhardt und Lipinski – Privatdetektive. Nicht läuten. Reinkommen“, so steht es an der Tür des Detektivbüros, das MAX beauftragt hat. Es befindet sich in einem uralten Mietshaus, dessen Treppen so aussehen, als würden sie einstürzen, wenn zwei Leute gleichzeitig darauf gehen. Wenn man das Büro betritt, hat man allerdings erstmal das Gefühl, man betrete ein Warenlager: Berge von Taschentüchern, Tütensuppe, Nudeln, Konserven und Ähnlichem stapeln sich in Regalen an den Wänden und auf dem Schreibtisch – nach Verfallsdatum sortiert. Die Sekretärin Milfina ist nämlich ALDI-süchtig. Ansonsten gibt es noch Kuhlhardts Büro mit einem Schreibtisch und Lipinskis Büro mit einem Laptop, der auf dem Boden steht. Lipinski sieht sich hier meistens die Aktienkurse im Internet an.